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Kiebitz, Rebhuhn und Eule

Nicht zuletzt dank des Naturschutzgebietes Amperauen mit Altwasser bei Palzing eingebettet in das Landschaftsschutzgebiet Ampertal im Landkreis Freising entlang der Amper ist im Gebiet der Gemeinde Zolling zumindest dieser Bereich ein Kleinod des Naturschutzes. Auch wenn er teils mächtig Ärger verursacht, ist es doch schön, dass der Bieber hier wieder heimisch ist. Auf der meist träge, teils lebendig fließenden Amper sieht man viele Entenarten, die man in Stadtparks nie finden würde. Mit Glück erhascht man einen flüchtigen Blick auf einen Eisvogel an einem die Amper begleitenden Bächen.

Kiebitz (Quelle: Pixabay)

Entfernt man sich vom offenen Wasser und wendet sich in Richtung Wiesen und Felder so sieht es mit der Natur schon anders aus. Rehe sind recht häufig, im Winter auf den freien Äckern auch tagsüber anzutreffen. Fuchs, Dachs und Igel begegnet man da dämmerungs- und nachtaktiv naturgemäß selten, am ehesten noch sieht man sie tot am Straßenrand liegen. Auf den Feldern entdeckt man gelegentlich Feldhasen und Fasane, doch fast nie ein Pärchen Rebhühner. Zumindest in meinem Fall ist dies schon mehrere Jahre her, dass ich zuletzt das Glück hatte. Auch vermisse ich im Sommer das monotone Zwitschern der Feldlerchen. In den Wiesen im Ampertal hört man auch nur sehr selten die Kiwitt-Rufe des Kiebitzes. Abends auf der Terrasse im Garten sitzend fehlt das huschende Flattern der Fledermäuse und das geräuschlose Vorbeigleiten der Eulen.

Die genannten Tiere können auch ohne Expertenwissen leicht erkannt und beobachtet werden. Sie deuten stellvertretend daraufhin, inwieweit das Ökosystem, auf das sie angewiesen sind, in Ordnung ist. Sie fehlen, wenn auch nur Teile des Systems gestört sind. Nahrung, Nistplätze und Ruhezonen – wenn auch nur einer dieser Bereiche beeinträchtigt ist, dann ist es kein geeigneter Lebensraum mehr für diese Tiere und auch nicht mehr für zahlose andere Tiere und Pflanzen.

Rebhuhn (Quelle: Pixabay)

Wie schaffen wir es, dass der Kiebitz die Amperauen wieder besiedelt, die Rebhühner wieder in Ketten durch die Felder ziehen und die Eulen wieder in die Dörfer zurückkehren? Welche Maßnahmen können und müssen wir ergreifen? Welche Hindernisse stehen uns bei der Umsetzung im Wege?

Wenn auch Ihr diesen Mangel seht und Ihr Euch dazu austauschen wollt, so hinterlasst hier doch einfach Eure Nachricht.